Transkript Podcast AN·WEND·BAR

#6 KI in der außerschulischen Jugendarbeit - mit Nele Hirsch

Transkript Folge 6: „KI in der außerschulischen Jugendarbeit – mit Nele Hirsch“

AN·WEND·BAR, der Praxispodcast. Schön, dass Du wieder reinhörst. Ich begrüße dich ganz herzlich bei AN·WEND·BAR, dem Podcast für Impulse in der außerschulischen Jugendarbeit. Wir laden interessante Personen ein, die uns ihre Expertise zu aktuellen Themen, die euch in der Praxis gerade beschäftigen, zur Verfügung stellen. Für mehr Informationen zum Podcast und zur aktuellen Folge schau vorbei unter www.bezjr.de/podcast. In den Shownotes findest Du außerdem Informationen zum Gast und zu Inhalten dieser Folge. Der Podcast ist ein Angebot des Bezirksjugendrings Schwaben.

KI ist längst in der Lebenswelt von Jugendlichen angekommen. Aber was bedeutet das für die außerschulische Jugendarbeit? In dieser Folge sprechen wir mit Nele Hirsch, Gründerin des eBildungslabors und eine der wichtigsten Stimmen zu KI und Bildung in Deutschland. Das Gespräch führte Lorenz, der bei uns den pädagogischen Bereich leitet. Da Nele in Halle bei Leipzig sitzt, haben wir sie per Videocall angetroffen. Ihr werdet außerdem O-Töne aus der Praxis hören. Und am Ende gibt es wie immer einen konkreten Praxistipp, wie ihr KI spielerisch in eurer Arbeit gemeinsam mit Jugendlichen erkunden könnt. Viel Spaß!

Lorenz: Nele, Herzlich willkommen in unserem AN·WEND·BAR-Podcast. Ich freue mich total darauf, mit Dir gemeinsam auf das Thema KI ja mit Blick auf die außerschulische Jugendarbeit zu schauen.

Nele: Hallo, ich freue mich auch auf unser Gespräch. Sehr schön.

Lorenz: Du hast ja Bildungswissenschaften studiert und einen Master in e-Education gemacht. Wie war von da aus dein Weg zum Thema KI?

Nele: Ich glaube tatsächlich, dass es eine gute Frage ist, weil daraus sich sehr viel heraus ergibt, dass KI bei mir jetzt nicht sowas war: Plötzlich ist alles anders und da kommt jetzt dieses Thema künstliche Intelligenz und dadurch verändert sich meine Arbeit irgendwie so grundsätzlich. Sondern ich hatte schon immer so einen Blick darauf, dass ich gesagt habe okay, ich will Gutes lernen, gestalten. Und das will ich natürlich tun, ausgehend von der Gesellschaft, in der wir gerade leben. Es geht ja auch im Kern überhaupt gar nicht anders. Und unsere Gesellschaft ist natürlich eine zunehmend digitalisierte, eine zunehmend vernetzte Gesellschaft. Und dann ist im Prinzip also hat man ja schon viel so gemacht, wie kann man auch online lernen, wie kann man insgesamt Internet nutzen, wie kann man da auch eine digitale Mündigkeit reinbringen, dass Menschen selbstbestimmt im Netz agieren können? Und dann kam eben dieser Fokus auch mit großen Sprachmodellen, also was wir ja dann jetzt unter künstlicher Intelligenz als Begriff fassen. Und dann ging das im Prinzip eigentlich nahtlos da weiter, dass es natürlich, auch wenn ich vorher schon immer experimentiert habe. Was kann man so mit so technologischen Möglichkeiten, mit so Digitalisierungsentwicklungen machen? Habe ich das eben im Prinzip nahtlos weitergemacht. Und spannend: was passiert denn da jetzt gerade? Was könnte man denn vielleicht damit tun? So, das ist ein bisschen, wie ich da reingekommen bin.

Lorenz: Total spannend. Und kannst du dich noch so an den ersten Berührungspunkt, deinen ersten Moment mit ChatGPT oder was auch immer das dann für ein Modell war, erinnern?

Nele: Ja, also ich habe tatsächlich so diese ganz klassische Hypekurve durchgemacht, dass ich also eigentlich gleich als es veröffentlicht wurde. Ich bin ja sehr vernetzt mit vielen Kolleginnen und Kollegen, so auch aus dieser ganzen Tech-Bubble und auch aus der pädagogischen Digitalisierungs-Bubble. Und das war eigentlich gleich, als die Veröffentlichung von ChatGPT dann war. Das war ja so ein bisschen der Ausgangspunkt, dass ich das eben einfach mal ausprobiert und genutzt hatte. Und ich weiß, dass es früher auch schon immer mal so ein bisschen so Tools gab, was man da so machen konnte. Und ich weiß gar nicht mehr genau, was ich da eingegeben habe. Aber es war natürlich schon so der Versuch: Okay, jetzt teste ich mal, was kommt denn da zurück? So, und die erste Erfahrung war schon die, dass ich dachte Boah, das ist ja cool. Also alles, was früher dann vielleicht auch gar nicht geklappt hätte oder funktioniert hatte, war dann so Na doch, das ist ja echt. Also ich kann ganz genau in diesen Prompt reinschreiben, in diese Eingabe reinschreiben, was ich eigentlich haben will und ich kriege das so sehr genau zurück. So, das war dann so die erste Zeit natürlich erstmal total hyped: wow, cool, cool, cool, was geht da alles. Und dann schraubt das natürlich auch schnell runter, dass man sich das dann doch noch mal anguckt. Okay, das klang jetzt auf den ersten Blick echt super schlau, aber ist es denn wirklich? Und was macht das mit mir und was macht es mit anderen? Was ist die ganze Welt drumrum? Das ist ja dann so das nächste. Und dann geht es ja wieder immer so ein bisschen höher wieder und man kann dann überlegen okay, was macht man jetzt dann tatsächlich vernünftig damit? Aber ich finde es im Kern auch tatsächlich überhaupt gar nicht schwierig oder schlimm oder verwerflich. Das es diese Hypekurve so gibt, sondern also das kann ja auch total cool sein und ich muss da nur bei mir selber so ein bisschen Geduld haben oder geduldig sein, wenn ich mit anderen Menschen zu tun habe. Das natürlich. Wir machen alle diese Hypekurven zeitversetzt. Ich habe auch oft so eine Hypekugel viel später. Da haben Leute schon vor einem halben Jahr oder auch schon viel, viel später gemacht und dann kann man das ja trotzdem zulassen, dass dann noch mal so eine Faszination da ist und dann eben so Schritt für Schritt auch gemeinsam weitergehen.

Lorenz: Absolut. Wir haben im Vorfeld jetzt zu dem Podcast einfach so ein paar Schlaglichter eingesammelt und O-Töne aus unserer Jugendarbeit eingeholt. Und da würde ich jetzt einfach mal kurz mit dir zusammen reinhören.

Barkeeper’s Insights. Wir fragen nach in der Praxis.

Reka: Ich heiße Reka und arbeite im Jugendcafe Dillingen im Landkreis Dillingen. Wenn ich im Jugendzentrum das Wort KI sage, reagieren die Jugendliche damit: Boah, das ist voll cool, das schreib meine Aufsätze. Die Art, wie wir mit den Jugendlichen arbeiten, verändert das absolut nicht. Die krasseste KI-Anwendung, in dem wir uns begegnet sind, waren tatsächlich die Deepfakes. Hausaufgabenhilfe, klar, aber das finde ich jetzt nicht so schlimm. Aber die Deepfakes finde ich tatsächlich auch beängstigend. Oder was mit den Daten gemacht wird. Vor allem bei den Jugendlichen. Ich glaube, die stellen sich die Frage jetzt nicht, was mit meinen Daten, was ich jetzt der KI preisgebe, was mit denen passiert und wo das ankommt.

Pia: Mein Name ist Pia Förster und ich bin von der Solidarität Göggingen. KI in der Jugendarbeit ist für mich aktuell eher nützliches Werkzeug, um Zuschussrichtlinien von allen öffentlichen Geldgebern besser zu verstehen. Für Jugendliche ist ein aktuelles Thema, wenn Plakate, Flyer oder irgendwas erstellt werden, erkennen Jugendliche sehr wohl, ob es mit KI erstellt wird und sogar teilweise mit welchem Programm. Die haben da ein sehr geschultes Auge.

Moritz: Mein Name ist Moritz Hochhauser. Ich arbeite im Jugendhaus in Untermeitingen. Da habe ich schon Dinge erlebt, die mich ein bisschen schockiert haben, nämlich dass Jugendliche mit KI, die so eine Art Therapiegespräche führen und die die Antworten, die dann kommen, wirklich sehr, sehr ernst nehmen. Und das finde ich sehr problematisch, weil das natürlich niemals eine echte Therapie ersetzen kann, aber Jugendliche da teilweise andere Perspektiven drauf haben und das finde ich gefährlich.

Lorenz: Drei Personen, drei Stimmen zu dem Thema und ja, also es war jetzt natürlich super dicht und ganz ganz viele Aspekte. Aber was ist bei dir hängen geblieben? Oder was kommt als erstes bei dir für eine Reaktion? Was beschäftigt dich?

Nele: Hm, also ich glaube, so die erste Reaktion, die ich hatte, als ich zugehört war, war erstmal, dass ich das total gut nachvollziehen kann. Also was die Kolleginnen und Kollegen jetzt gesagt haben, weil wir ja tatsächlich in so einer sehr, sehr ambivalenten, von Widersprüchen geprägten Situation da irgendwie sind. Und so ein bisschen schimmerte das immer durch, so die erste Kollegin, die sagte okay, sie erlebt es irgendwie so als Abkürzung, aber gleichzeitig kann sie natürlich trotzdem noch eine medienpädagogische Arbeit machen, wo es eigentlich eher um die Gestaltung oder wie auch immer geht. So, dann fand ich das ganz schön, dass dann die nächste Kollegin, wenn sie sagte, sie nutzt das eigentlich für die Förderrichtlinien. So und um das so zu vereinfachen, dass wir das da ja dann widergespiegelt gekriegt haben. Also wenn wir zu Schülerinnen und Schülern sagen: Ja, du nutzt das als Abkürzung und gleichzeitig dann ja auch selbst sagen, wir nutzen es natürlich auch als Abkürzung, wenn sich da irgendwie so die Gelegenheit dafür ergibt und dann eben gleichzeitig auch das war ja dann gerade auch noch mal in der in der letzten Stimme sehr, sehr deutlich geworden, aber auch ja schon vorher, dass man solche Fragen hat: Was passiert eigentlich mit den Daten? Für was wird es genutzt und was macht das dann mit uns? Also wenn wir in so einem, in so einem Therapie parasoziale Beziehungen ist ja so ein bisschen so dieses Fachwort, was wir nehmen können, drin sind, das sind natürlich alles, alles Herausforderungen und für mich ist das noch mal dann mehr, dass man eben dahin kommen muss zu sagen okay, das ist die Gegenwart, in der wir uns befinden und erst mal mit so einer Akzeptanz da dran zu gehen, okay. So ist die Situation. Und davon ausgehend, wir uns dann die Frage stellen können und ich finde auch die Frage stellen müssen als pädagogische Fachkräfte was machen wir denn dann jetzt damit? Wie gestalten wir denn dann? Wie kann man das hinkriegen? So, und das ist ja dann die eigentlich spannende Frage, wo ja die Kolleginnen und Kollegen auch schon anfangen, so wie es durchklang, so ihre Wege zu finden. Und das fand ich sehr, sehr spannend.

Lorenz: Und würdest du sagen, dass das auch so dein kritisch konstruktiver Ansatz ist, den du auf deiner Website. Hast du das so beschrieben?

Nele: Ja, genau. Also ich glaube, man muss das schon immer, immer beides machen. Also jetzt, ich glaube so in der Gesamtheit von den ganzen Stimmen kommt das dann durchaus, finde ich finde ich schon raus, so der. Der Schritt, den ich dann eben immer ganz wichtig finde, ist nicht, nicht stehen zu bleiben bei diesem: Okay, ich stelle jetzt hier fest, Deepfakes ist ein Problem, aber ich meine, das war jetzt auch nicht möglich in diesem kurzen Statement. Aber wenn wir dann jetzt gemeinsam arbeiten würden oder gemeinsam weiterdenken würden, dann würde dann ja so ein bisschen die Frage kommen: was machen wir denn dann damit? Oder ich stelle fest, Schülerinnen und Schüler nutzen das als eine Abkürzung. So, und dann kann ich eben die Frage stellen: was machen wir denn dann damit? Und ich finde, um diese Frage zu beantworten: was machen wir damit? Muss ich natürlich immer die Frage stellen: warum machen die das denn so? Und dann kommt das System. Was drum rum ist da ja einfach in den Blick, weil es ja völlig rational, dass Schülerinnen und Schüler das als Abkürzung nutzen in einem fremdbestimmten Bildungssystem. Also ist ja gar nicht verwerflich oder irgendwas. Und dann kann ich mir eben die Frage stellen: wo will ich denn dann eigentlich hin? So was ist so ein bisschen mein Nordstern und daraus dann ableiten okay, was, was, was können dann nächste Schritte sein oder wie kann ich das gestalten?

Lorenz: Was würdest du denn sagen? Was sind denn so Kompetenzen, die in einer Zeit, die einfach durch KI und Digitalisierung noch stärker geprägt wird? Was würdest du sagen, was ist wichtig in der Jugendarbeit da zu vermitteln?

Nele: Also ich glaube, man hat so eine doppelte Herausforderung, also so dieses, was man ganz oft ja als sehr, sehr naheliegend wahrnimmt, ist ja dieses, dass man so klassisch über KI Kompetenzen spricht, also dass man das hat. Was passiert da eigentlich unter der Haube von diesen Werkzeugen, von dieser Technologie, damit man das überhaupt irgendwie einordnen kann und dann auch tatsächlich zu einer vernünftigen Nutzung kommen kann? Also für mich ist es immer so was, dass ich sage, wenn ich erwarte, dass das Tools sind, die die eine richtige Antwort auf meine Frage eingespeist haben, dann werde ich die nicht nutzen können, weil dann nutze ich die als Antwortmaschine und wo sie wirklich wertvoll sind, ist sie als Resonanzmaschine zu nutzen, also zu gucken: was könnte man dazu denn noch vielleicht so denken? Was wäre eine mögliche andere Perspektive? Dazu muss ich aber ja verstehen, dass im Kern unter der Haube eine Wahrscheinlichkeitsberechnung auf Basis von ganz, ganz, ganz vielen Daten stattfindet, die da alle rein gespeist sind. Und dann kann ich das auf so eine Art und Weise aufgreifen und machen. Also das ist so was passiert unter der Haube, so eine Grundkompetenz, man kann auch reingehen, wie wähle ich denn dann jetzt überhaupt ein Tool aus? Wie formuliere ich so ein Prompt? Wobei das schon nicht so eine abgeschlossene Kompetenz aus meiner Sicht ist, sondern da ja auch ganz, ganz, ganz viel im Wandel ist. Also das ist der ganze erste Baustein. So ganz konkret. Okay. Was ist das für eine Technologie und wie kann ich die nutzen, so die tatsächlich aus meiner Sicht viel, viel bedeutendere Frage und da kommen wir dann auch tatsächlich in die Jugendarbeit rein ist, dass ich mir ja immer die anschauen muss: warum nutzen Menschen denn jetzt die Technologie auf eine bestimmte Art und Weise oder eben vielleicht auch nicht auf eine bestimmte Art und Weise? Und da stellen wir ja fest nicht nur bei KI, sondern bei Digitalisierung eigentlich insgesamt, dass das eine ganz, ganz große Verstärkungswirkung hat. Also wenn Menschen neugierig und aufgeschlossen sind und die Welt gestalten wollen und eigentlich die Welt auch besser machen wollen. So, dann können Sie das schon. Vorher konnten sie das schon mit dem Internet und mit den digitalen Möglichkeiten, die Vernetzungsmöglichkeiten viel, viel, viel besser machen als ohne. Und ganz genauso können Sie jetzt auch künstliche Intelligenz genau auf so eine Art und Weise versuchen aufzugreifen und zu gestalten und zu nutzen. So, wenn ich es aber mit Menschen zu tun habe, die eher so ich traue mir das da hier jetzt wirklich nicht zu. Oder ich bin ganz unsicher. Ich weiß auch nicht so wirklich und wie ich damit irgendwas umgehen kann. Ich bin vielleicht auch schon sehr isoliert und will eigentlich nicht wirklich auf andere Menschen zugehen. So, dann verstärkt es das natürlich noch mal total. Und darum würde ich immer sagen, was Jugendarbeit total viel machen kann, ist eigentlich, Menschen zu stärken und Menschen so auch ein Vertrauen zu geben, eine Zuversicht zu geben, Menschen in Gruppen zu bringen, soziales Lernen zu gestalten. Und das muss dann überhaupt alles gar nichts mit KI zu tun haben. Aber die Folge ist dann natürlich auch, dass man sich in dieser Welt besser zurechtfindet, diese Welt besser gestalten kann und damit dann eben auch im Kontext von KI besser gestalten kann und sich besser zurecht.

Lorenz: Also das heißt, das Stichwort Selbstwirksamkeitserfahrung da zu stärken. Und gleichzeitig habe ich jetzt so einen Bildungsgerechtigkeitsaspekt auch noch mal mit rausgehört. Das ist richtig?

Nele: Genau also dieser Bildungsgerechtigkeitsaspekt, das finde ich, ist ganz, ganz, ganz wichtig. Gerade wenn wir dann immer ja in solchen Bereichen sind, was ja oft auch vielleicht erstmal so eine naheliegende Antwort sein könnte, dass man sagt: Boah, total viel Gefahr, böse, böse KI. Wir schließen das jetzt am besten einfach mal aus. Und das ist dann glaube ich, wirklich gerade der Fehler, weil dadurch geht die Schere dann eben noch mal weiter auseinander, dass manche dann die Möglichkeit haben und dabei auch wirklich gut begleitet werden. So eine Technologie auch aufzugreifen, zu gestalten, zu reflektieren, sich eine Meinung dazu zu bilden und andere, die man damit allein lässt, werden das unter der Hand natürlich trotzdem machen. Also jetzt, ich kenne es aus dem schulischen Kontext. Schülerinnen und Schüler fangen dann natürlich an zu pfuschen. So, wenn Sie die Möglichkeit haben, das zu tun, tue ich auch wenn ich die Möglichkeit habe, etwas machen soll, was ich eigentlich mir nicht wirklich zutraue und nicht tatsächlich kann. So, und da ist es dann eben so, dass diese Abkürzungslogik dann ganz stark draufkriegt. Und das hat dann eben dieses, was man ja oft so als Deskilling bezeichnet, zur Folge, das ist dann wirklich zu einer Verdummung kommen kann. Wenn aber das liegt jetzt weniger an der an der Technologie an sich, sondern das liegt an der Art und Weise, wie sind unsere Systeme gestaltet und welche Möglichkeiten habe ich da, welche Rolle spiele ich da drin?

Lorenz: Und gleichzeitig können es aber vielleicht auch doch Abkürzungen geben, die jetzt zumindest aus Perspektive der Fachkräfte sinnvoll erscheint. Also wenn ich jetzt an den Kollegen im Jugendzentrum denke, der zwanzig Jugendliche da hat, um die er sich kümmern will, den gerecht werden muss und keine Ahnung einer, der vielleicht eine Bewerbung schreiben muss, um irgendwo eine Stelle zu bekommen und bisher musste er sich mit dem ausführlich hinsetzen und ganz intensiv arbeiten in Einzelarbeit. Und jetzt kann er vielleicht mit ihm gemeinsam irgendwie das Starten irgendwie einen gemeinsamen Prompt entwickeln, sozusagen. Und er hat quasi noch mal einen Assistenten irgendwie mit dabei.

Nele: Genau. Also vom Grundsatz her glaube ich, dass man da schon immer viel gucken kann. Und ich glaube, es gibt auch auf jeden Fall also ein gewisses Abkürzungspotenzial, was dann auch wirklich produktiv genutzt werden kann. Also mein Beispiel ist immer dieses, dass ich sage, wenn ich mit Menschen in Workshops zusammenarbeite und dann sammeln wir ganz viele Inhalte und Themen ein, weiß ich nicht, welche Ideen wir entwickelt haben, wie wir unser Jugendzentrum umändern wollen, dann ist es eine totale Ersparnis, dass ich das zum Beispiel alles einspreche, transkribieren lasse und dann sag: Cluster mir das mal schnell! Also so, und das wäre was. Dann haben wir eine Grundlage, dann können wir da tatsächlich total gut weiterarbeiten. Und das ist was, wenn ich das sonst immer hin und her geschoben habe und gemacht habe und getan habe. So viel, viel, viel einfacher. Bei ganz vielen anderen Sachen muss man dann tatsächlich immer also überlegen und gucken und glaube ich auch so ein bisschen abwägen. Also jetzt bei diesem Beispiel, was du skizziert hast. Ist es nicht trotz alledem ein Unterschied, wenn sich der Betreuer früher mit dem Jugendlichen hingesetzt hat und auseinandergesetzt hat und dann war ja auch diese Beziehungskomponente da, dann hat man darüber diskutiert und gesprochen usw. und jetzt sagt man okay, guck mal hier, da kannst du chatten, viel Spaß damit und gleichzeitig auch mit sowas. Dass natürlich dann dieser Chatbot sehr im Rahmen des Bestehenden bleibt und der Betreuer natürlich den Jugendlichen kennt und auch noch mal sagen kann: Doch das kannst du dir voll zutrauen und guck mal, das wäre doch was. Also da ist ja so was ganz anderes drin. Und gerade so aus Perspektive der Jugendarbeit finde ich dann diese Richtung sehr schön, dass wir eben nicht KI so verstehen als das ist jetzt so ein individueller Tutor oder Assistenz, die mich unterstützt, kann an vielen Stellen auch berechtigt sein, aber eben nicht nur, sondern stärker in so eine Richtung gehen: gemeinschaftliche Nutzung. Also das ist dann eher so dieses Ding wäre okay. Eine Gruppe von Jugendlichen arbeitet jetzt daran, was zu schreiben und die können dann eben auch ein KI-Sprachmodell mit an den Tisch holen. Aber haben das nicht jeder für sich, macht es da, sondern eher in der Gruppe. Holen wir das KI-Sprachmodell ein Tisch, dann kommt da ein Output raus. Dann sitzen wir aber zusammen und schauen mal, was da hier Mistral oder ChatGPT oder wer auch immer. Was denkt ihr denn da dazu? Ach ja, doch, das klingt cool, das finde ich doof. Ach ja, aber das können wir vielleicht so und so und so aufgreifen. Und dann haben wir halt so eine soziale Eingebundenheit, die dann trotz alledem da ist. Und das ist für mich so die viel, viel schönere Perspektive als dieses individuelle Tutor KI als Assistenz oder wie man es auch immer bezeichnen kann. Auch wenn ich das natürlich nicht ganz wegreden will. Also in vielen anderen Bereichen, gerade zur Entwicklung von Basiskompetenzen oder so kann es ja auch total vernünftig sein.

Lorenz: Und das wäre vielleicht auch ein Setting, wo du sagst, das könnte man jetzt jemandem in der Jugendarbeit konkret mitgeben. KI ganz konkret so aufzugreifen, mit der Jugendgruppe oder im offenen Treff oder so was. Ist da dein Tipp?

Nele: Genau. Also das wäre zum Beispiel ein sehr konkreter Tipp, dass man sehr viel stärker versucht. Also man gestaltet ja eigentlich immer Räume, wo Menschen sich begegnen können und sich austauschen können und dass man dann eben sagt okay, ja, diesen Raum will ich weiter gestalten und ich hole eben dann jetzt, schaffe die Möglichkeit, dass KI da als ein Ding mit reinkommen kann, was dann eben ja gleichzeitig auch die Perspektive eröffnet. Dann können wir ja auch darüber diskutieren und reflektieren und das Ganze dann einordnen, was dann eigentlich passiert. Und das ist ja das Ziel. Also wenn wir so digitale Mündigkeit dann jetzt als Lernziel auch setzen wollen.

Lorenz: Du hast ja vorhin auch schon gesagt, du hast relativ viel im Schulkontext berätst da und bist an einzelnen Schulen und Kultusministerien usw. unterwegs. Und ich fände es spannend, die Frage aus deiner Perspektive, was die große Chance und die große Gelegenheit vielleicht von der außerschulischen Jugendarbeit ist, so mit den Grundprinzipien Freiwilligkeit, Partizipation und so, was ist da möglich und sollte da auch wirklich genutzt werden als Chance im Vergleich zur Schule?

Nele: Genau. Also ich finde das ist super. Also eigentlich würde man sich das sehr wünschen, was man in der offenen Jugendarbeit machen kann, dass so eigentlich auch insgesamt unser Bildungssystem aussieht, wenn man in der Schule immer versuchen muss, all das überhaupt erstmal wegzukehren, um dann wirklich zum Kern von Lernen zu kommen. Und da kann ich ja im Prinzip in der offenen Jugendarbeit direkt schon damit starten und ich kann dann im Prinzip ja einen Blick auf KI oder im Prinzip insgesamt auf Technologie haben, der erst mal Neugier getrieben ist, wo ich sagen würde, okay, das steckt ja in uns Menschen drin, dass wir eigentlich erstmal neugierig sind und da dann einfach zu sagen okay, das ist ja spannend, mit was haben wir es denn da zu tun? Lasst uns doch mal ausprobieren, lasst uns doch mal erkunden, was dabei rauskommen kann oder was da gemacht werden kann. Und das ist, glaube ich dann ja auch für Jugendliche so ein ganz anderer Fokus darauf, weil sie natürlich in einem schulischen Kontext diese Technologie erst mal auch unter so einer Nützlichkeitseffizienzabwägung aufgreifen und sagen: Boah, wie schaffe ich das jetzt mit ChatGPT, meine Hausaufgaben möglichst effizient zu erledigen, so dass mein Lehrer nicht merkt, dass ich gepfuscht habe? So, und das ist ja eine völlig andere Frage, als wenn ich in meinem Jugendclub kommen kann und sagen kann: hey, cool, wollen wir mal experimentieren, was da vielleicht Spannendes möglich ist. Und das ist cool, wenn genau für sowas die Räume geschaffen werden.

Lorenz: Gibt es da Experimente? Du bist ja selber ganz viel am Experimentieren und beschreibst das auch in deinem Blog immer wieder. Gibt es Experimente, wo du dir vorstellen könntest, könnte auch so funktionieren, damit rumzuspielen, das auszuprobieren in einem Jugendarbeit-Setting?

Nele: Genau. Also was ich total gut finde ist immer, dass wir gerade in diesem ganzen Kontext nicht vergessen, dass wir ja eigentlich Menschen sind und dass uns da vor allen Dingen auszeichnet, dass wir auch eine Körperlichkeit haben, also dass wir fühlen können, wir haptische Sachen machen können und so und mit solchen Sachen experimentiere ich tatsächlich total gerne. Also dass man sagt, weiß ich nicht: Man baut irgendwas mit Lego und hat, um Ideen zu entwickeln und was man dann gebaut hat, teilt man mit dem Sprachmodell und lässt daran dann weiterdenken oder irgendwas entwickeln oder schauen. Also solche Verknüpfungen herzustellen zwischen Haptik und das dann einzuspeisen. Auch in so einen KI-Chat. Also das finde ich eine so eine ganz, ganz spannende Variante, die vielleicht gerade in so einer offenen Jugendarbeit auch interessant sein könnte.

Lorenz: Wie würdest du das konkret einspeisen?

Nele: Also. Ja, also man kann es mit einem Bild machen. Ansonsten nutze ich auch total gerne so Audiosachen. Also jetzt, wenn man so dieses Ding hat, wie soll unser Jugendclub sich entwickeln in den nächsten zehn Jahren oder wie soll der irgendwie aufgebaut werden? Dann würde ich sagen okay, wir haben hier einmal Lego, schmeißen wir auf den Tisch. Wir bauen jetzt erstmal kurz. Wie würde der allercoolste Jugendclub aussehen. Und dann nimmt man ein Handy zur Hand und sagt: Hallo Claude, Hallo Mistral, ich erzähle dir jetzt mal kurz, was wir hier gebaut haben. Da steht ein Männchen und hält ganz viele bunte Blumen in der Hand. Und auf der anderen Seite ist da, da, da, da, da, da da… Und dann wäre so der sinngemäße Prompt: Fass doch mal zusammen: was sind denn so die übergreifenden Sachen, die da irgendwie rausgebaut wurden von uns? Und gib uns dann vielleicht noch mal fünf Fragen raus im Sinne von wie können wir fragen, an denen wir jetzt weiterdenken könnten oder die spannend wären? Und dann hat man was als die Grundlage, mit der man dann weiterarbeiten kann.

Lorenz: Sehr gut. Cool. Du bist ja auch sehr aktiv in der Open Educational Resources Bewegung und dem gegenüber stehen Sprachmodelle, KI-Modelle, die ja mit ihren Daten alles andere als transparent bzw. auch mit ihren Quellen alles andere als transparent umgehen. Wie ist da deine Haltung und was ist dir wichtig, was man bedenken sollte.

Nele: Genau. Also da ist eben das ganz Wichtige, dass man immer versucht, so weit es auch nur irgendwie geht, diese Monopolisierung und Monopolisierungsstrategie, die ja die großen Big Tech Unternehmen machen, die nicht noch weiter zu unterstützen, indem man quasi denen das alles schickt. Und wir haben ja schon Alternativen. Also wenn ich mir jetzt Mistral als ein OpenSource in Europa entwickeltes Modell angucke, kann ich echt ziemlich viel damit machen und kann das dann eben auch so gestalten, dass ich eben gerade da baue und sage okay, ich gucke, nehme meine Teile kann ich dann auch lokal einfach machen und die werden dann aufgegriffen und mit denen wird dann wird dann weiter gearbeitet und das ist, glaube ich was, was gerade in der offenen Jugendarbeit, wenn Menschen sagen, okay, sie sind auch so ein bisschen digitalisierungsaffin und haben da Lust, so ein bisschen zu basteln und zu machen und zu tun, was ja auch so ein bisschen trendsetzend sein kann für viele andere Bildungsbereiche, weil natürlich so dieses Bild einfach ist. Also es war ja ganz oft wurde das ja fast schon synonym verwendet, dass man gesagt hat KI oder ChatGPT. Das war so ein bisschen eins und das stimmt ja an der Stelle nicht. Also wir haben dieses ganz große Problem, dass wir die großen Monopole haben. Aber es entwickeln sich ganz genauso auch Alternativen. Und das ist dann immer so eine, so eine Abwägungssache. Wenn die proprietären Sachen noch besser sind, dann ist natürlich meine Tendenz, ich gehe dann dahin. Aber damit speise ich natürlich gleichzeitig auch wieder meine ganzen Inhalte und alles. Ja, genau so! Und deshalb halt bewusst zu sagen, wir haben uns entschieden hier für Mistral, wir haben das entschieden, dass auf unserem eigenen Server zu machen. Wir können damit auch zeigen und das ist tatsächlich auch kein Hexenwerk. Also ich bin einfach Soloselbstständige und habe jetzt kein Informatikstudium und habe trotzdem gesagt okay, ich probiere einfach mal aus, mir so einen eigenen KI-Server aufzusetzen. Also von daher, da gibt es schon Möglichkeiten, wenn man eben diese, diese Freude am Experimentieren mitbringt, verbunden mit so einer klaren Ausrichtung oder Intention, dass man sagt: worum geht es denn eigentlich? Und die Welt wird nicht besser mit monopolisierter Big Tech. Also sollte ich gerade an dieser Stelle auch versuchen. Wie kann ich den Alternativen stärken?

Lorenz: Ja, auf deiner Website hast du ja geschrieben. Dein Ziel ist es, gemeinsame Räume für ermächtigendes Lernen hin zu einer liebenswerteren oder lebenswerteren Welt zu gestalten. Und jetzt lass uns doch mal uns gemeinsam in diese liebenswertere Zukunftswelt lehnen. Also stell dir doch mal vor, es ist das Jahr 2036 und es ist wirklich alles richtig, richtig gut gelaufen mit KI in unserer Gesellschaft. Wie schaut diese Welt dann konkret aus? Wie schaut die Jugendarbeit dann in diesem Kontext aus? Und was für Entwicklungen, Regeln und Entscheidungen haben wir vielleicht getroffen bis dahin?

Nele: Hm, also ich glaube, ich bin immer weniger auf diesem: huh wie sieht es denn genau aus? Sondern eher, wie lehnen wir uns da in die Zukunft? Was kann sich da auch in irgendeiner Form öffnen? Und ich glaube, gerade wenn ich mir die offene Jugendarbeit angucke, dann ist es, glaube ich, genau da, wo diese Samen gepflanzt werden, aus denen dann auch Pflanzen wachsen können, wo ich noch nicht weiß, wie die dann ganz genau aussehen. Aber ich kann im Prinzip schon festsetzen, dass diese Erde aus dem das wächst, ja im Prinzip was ist, dass man sagt okay, man baut auf dem, was wirklich Menschen mitbringen, was ja großartig ist, was in uns Menschen an Potenzial, an Fähigkeiten drin steckt. Und wir schaffen das, dass wir das in einem gemeinsamen Prozess zur Entwicklung, zur Entfaltung bringen. Und wir haben eben Technologie als eine Möglichkeit, wie wir das noch, noch noch viel besser machen können. So als so einen kleinen Nordstern, wie ich denke. Was, wo ich gerade sehr viel denke, wo ich auch noch nicht fertig bin mit Denken bin. Aber wir haben ja ganz oft, dass wir KI-Technologie so verstehen im Sinne von Assistenz oder auch Sparringpartner. Das habe ich schon gesagt. Lasst uns das ins Gemeinschaftliche setzen. Aber noch mal eine kleine bisschen so ein anderer Blick auf diese Technologie wäre tatsächlich, dass wir das gar nicht als das haben. Okay, wir begeben uns da in Interaktion und das hilft uns dann so bei der Entwicklung, sondern dass wir das stärker als so eine Spiegelvariante verstehen. Also dass wir sagen, die Technologie, die zeigt uns ganz klar so, okay, das machen wir jetzt hier gerade und so funktionieren wir und so kommen wir auch zu Entscheidungen oder tun das. Und darauf aufbauend sind wir dann natürlich viel stärker und viel mächtiger, dass wir sagen, wenn ich das so mache, aber eigentlich will ich das doch ganz anders. Dann könnte ich jetzt so und so und so in so eine Richtung. Also dieses Bild: weniger Sparringpartner, mehr Spiegel finde ich gerade ganz, ganz spannend. Wenn man so in so Nordstern, wo kann es hingehen? Interaktion Mensch Maschine.

Lorenz: Ja, jetzt geht es bestimmt vielen so wie mir, dass sie das jetzt total spannend fanden, was sie von dir gehört haben. Wo kann man dich denn weiterverfolgen oder von deinen Gedanken und deinen Materialien profitieren.

Nele: Also, ich habe eine Webseite, Das ist das Bildungslabor. Das ist dann auch einfach eBildungslabor.de einfach alles zusammengeschrieben. Und du hast ja schon gesagt, dass ich sehr stark in diesem Open Educational Resources Kontext drin bin. Also mein, mein Modell oder mein Geschäftsmodell ist eigentlich Geschäftsmodell des Teilens. Das heißt, wenn ich bezahlte Aufträge kriege in meiner Freiberuflichkeit, mache ich das immer so, dass ich mit den Auftraggebern das bespreche. Ich will die Sachen dann aber nachher offen für alle teilen können. Also sprich, es sammelt sich da mit der Zeit natürlich ganz viel an und auch, was ich einfach so, für mich fließt ja auch immer alles ineinander über, was ich erkunde, was ich ausprobiere. Man kann das auch als edu-Mail abonnieren, das sieht man gleich, wenn man auf die Startseite kommt. Dann kriegt man einmal im Monat von mir eine freundliche Mail mit hoffentlich hilfreichen oder inspirierenden Anregungen.

Lorenz: Sehr gut. Cool. Vielen, vielen Dank!

Nele hat es heute schön auf den Punkt gebracht. Der beste Einstieg ins Thema KI ist oft nicht der theoretische, sondern der spielerische. Einfach mal machen, ausprobieren, staunen und dann gemeinsam fragen, was da eigentlich gerade passiert ist. Genau das nehmen wir mit ins Praxisrezept der Folge. Denn wir haben zwei Tools für euch, die genau das ermöglichen: einen niederschwelligen, spielerischen Einstieg, der ganz von selbst ins Nachdenken und Gespräch einlädt.

Das Praxisrezept der Folge.

Als Praxisrezept der Folge haben wir für euch gleich zwei Tools im Gepäck, die ihr als Einstieg nutzen könnt, um mit eurer Jugendgruppe über Künstliche Intelligenz zu sprechen. Das erste heißt Quickdraw und wird von Google zur Verfügung gestellt. Du malst etwas und eine KI versucht in Echtzeit zu erraten, was es ist. Klingt erstmal wie ein simples Spiel und das ist es auch. Aber genau das ist der Clou. Denn nach der Runde entsteht ganz von selbst die Frage, wie die KI das eigentlich hinbekommen hat. Das Tool ist kostenlos, läuft auf jedem Smartphone oder Tablet und braucht keinerlei Anmeldung. Also auch perfekt für den spontanen Einsatz zwischendurch. Und wenn ihr dann noch einen Schritt weiter gehen wollt, die Teachable Machine, ebenfalls von Google, macht genau das möglich. Hier trainieren die Jugendlichen selbst eine KI per Kamera in wenigen Minuten ohne eine einzige Zeile Code. Und der Moment, in dem das selbst trainierte Modell plötzlich funktioniert oder sich grandios irrt, der ist jedes Mal ein echter Aha-Moment. Von da aus sind Fragen wie: was braucht eine KI zum Lernen? oder: was passiert, wenn die Daten schlecht sind? Keine abstrakten Themen mehr, sondern Dinge, die die Gruppe gerade selbst erlebt hat.

Das war AN·WEND·BAR. Danke fürs Zuhören! Bevor wir uns verabschieden, noch ein paar Hinweise in eigener Sache. Herzliche Einladung zu unserem Workshop mit Herz und Haltung Emotionen in der politischen Bildung am 14. Juli 2026. Außerdem lädt das Bayerische Kinder und Jugendfilmfestival vom 23.-26. Juli nach Augsburg ein. Alle Links und Materialien findet ihr wie immer in den Shownotes. Und wer auf dem Laufenden bleiben möchte, abonniert unseren Newsletter unter bezjr.de. Dort bekommt ihr alles direkt in die Inbox. AN·WEND·BAR könnt ihr übrigens auf allen gängigen Podcastplattformen abonnieren. Und wenn euch der Podcast gefällt, erzählt es gerne weiter. Über Feedback freuen wir uns sehr. Schreibt uns einfach, was euch beschäftigt, was gut ankam oder was ihr euch für künftige Folgen wünscht. Bis zur nächsten Folge. Macht’s gut!

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